.: Once upon a time…
nein, nicht “in the west”, sondern im Sommerlager gab es eine Rubrik namens „Unsere tägliche Küchenempfehlung“. Gerne hätten wir den Rezeptvorschlag des Tages auch Ihnen zukommen lassen. Indes, es hat nicht sollen sein. Bedingt durch die bedauerlichen Vorgänge zu Beginn unseres Lagers hatte auch die Küchenbesatzung neben der Essenszubereitung und dem -einkauf buchstäblich alle Hände voll zu tun und so musste die Rubrik als entbehrlich deklariert leider ausfallen.
Wie gerne hätte ich Ihnen erzählt von Gyros mit Crinkle Frites und Zaziki, das Dank einer gehörigen Portion Allium sativum seinem Namen alle Ehre machte, von Backkartoffeln mit Kräuterquark gewürzt mit frischem, tiefgekühlten Bärlauch, Schnittlauch und Petersilie, von Schnitzeln Wiener Art an Zitronenachteln, von selbstgemachtem Obstsalat mit Äpfeln, Bananen, Orangen (natürlich filetiert), Zitronensaft, roten Johannisbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren, von selbstgekochtem Vanillepudding, Erdbeerjoghurt und Schattenmorellenquark, von mittlerweile drei Salatbuffets, die mit ihren 10 Salatsorten, Croutons, Mini-Mozzarella-Kugeln, Schafskäsewürfeln, Oliven, Mais, eingelegtem Knoblauch, einer Schmandsauce und einer Senf-Knoblauchvinaigrette sowie frisch gebratenen Putenbrustfiletstreifen den meisten Restaurants alle Ehre gemacht hätte, von Chili con Ca(r)ne, das die gastrointestinalen Vorgänge ungemein beförderte, badischem Pilzpfännle, Currywurst mit selbstgemachter Currysauce und noch vielem anderen mehr.
Möglicherweise wäre es mir auch möglich gewesen, Ihnen unser tägliches Obstangebot zu schildern, bestehend aus Äpfeln, Birnen, Bananen, Honig-, Zucker-, Galia- und Wassermelonen, dazu kernlose Weintrauben, teilweise – wenn es das Wetter erforderte – in unserem schönen, neuen Obstkühlschrank gekühlt.
Mir wäre es auch ein Bedürfnis gewesen, Ihnen unseren neuesten Renner, die Würzsauce a´la Bruno zu präsentieren, Knoblauchzehen püriert mit Olivenöl, passt zu eigentlich allem außer Süßspeisen und erweist sich auch für alle Verdauungsvorgänge vorteilhaft.
Hätte, wäre, könnte, die Möglichkeitsform deutet es bereits an, es hat nicht sollen sein. Der Tag lässt sich zeitmäßig nicht verdoppeln, wir haben es ausprobiert, es hat leider nicht geklappt. So verbleibt mir nur, Ihnen zu versichern, dass es allen (fast) immer gut geschmeckt hat, noch niemand an Unterernährung erkrankt ist und es allen gut geht.
Für das Küchenteam Dietmar Hammer, Benjamin Novy und alle Teilnehmer und Leiter, die gerne und bereitwillig bei der täglichen Essenszubereitung mithelfen (natürlich nach entsprechender Desinfektion der beiden Vorderhufe),
Andreas Türk

